Mittwoch, 28. Dezember 2016

Mein Rückblick auf 2016

Hallo Ihr Lieben,

heute, weil ich gerade in Jahresende-Stimmung bin, möchte ich euch mal Danke sagen! Seit ein bisschen mehr als einem Jahr bin ich jetzt als "Das kleine Effchen" unterwegs - und ich freue mich sehr, dass der ein oder andere hier vorbeiguckt und mitliest! Vielen Dank, Ihr Lieben! Und dann noch eure vielen lieben Kommentare, ihr seid einfach der Hammer! Danke, danke, danke! 

#nähenverbindet eben :) 
 
Tja, und was habe ich dieses Jahr nicht so alles getrieben? So im Rückblick doch ein bisschen etwas, worauf ich ein kleines bisschen stolz bin:

Ich habe so einige Socken gestrickt - in allen möglichen Formen und Größen:

Und die nächsten sind schon auf den Nadeln - mal wieder ein Paar für meinen Freund. Und immer wieder kommt der Gedanke: Größe 46? Ernsthaft? Aber da muss ich wohl durch - und ich mache es ja auch gerne. 

Außerdem hatte ich noch Schal und Mütze auf den Nadeln: 



Aber vor allem habe ich viel genäht - und dabei viel gelernt. Die meisten Dinge sind dank Selmins Aktion 12 Letters of Handmade Fashion entstanden. Ich fand es immer wieder inspirierend, mir zu dem jeweiligen Buchstaben etwas passendes zu überlegen, auch wenn ich es nicht in allen Monaten geschafft habe. Aber immerhin: Ganze neun Mal war ich dabei!



Und ganz besonders freue ich mich, dass durch diese Aktion tatsächlich meine ersten genähten Kleidungsstücke entstanden, die ich auch wirklich gerne trage. Es ist schon ein besonderes Gefühl, das Selbstgemachte an sich selbst zu sehen, auch wenn nicht immer alles perfekt lief. Für mich auf jeden Fall ein Ansportn, weiter zu machen! 


Zwei Kimono Tees (hier und hier)

Und der Rock Mabel


Das größte Highlight war dann vor kurzem das Meet & Sew, bei dem ich viele der regelmäßig teilnehmenden Mädels persönlich kennenlernen durfte! 

Der Dezember-Buchstabe

 
Meine Lynn

Tja, und was kommt im neuen Jahr? Es werden viele neue Dinge auf mich zukommen, denke ich. Nicht nur blog-technisch, sondern auch im richtigen Leben: Meine Zeit an der Uni neigt sich nämlich dem Ende entgegen, meine Masterarbeit steht an und somit auch bald die Job-Suche und damit verbunden wird es sehr wahrscheinlich einen Umzug geben.

Aber selbstverständlich wird es hier weitergehen, wenn auch vielleicht ein wenig unregelmäßg (was ich natürlich versuche, zu verhindern!). Mir macht es wirklich großen Spaß, hier zu schreiben - ich merke auch, dass ich durch den Blog öfter zu Nadel und Faden und Garn greife. 

Und wie es eben am Jahresende so ist, so habe ich natürlich auch gute Vorsätze. Zumindest einen: Ich will unbedingt meinen UFO-Stapel abbauen. Äh ja, ich werde gerade rot vor Scham, aber es ist wirklich ein Stapel... Ein Beispiel: der Wind und Wetter-Parka. Ähäm. 


Ansonsten möchte ich weiterhin viel lernen und neue Dinge probieren, aber konkrete Pläne gibt es nur wenige. Ich werde einfach alles möglichst entspannt auf mich zukommen lassen. 

Habt ihr Pläne und Vorsätze für das kommende Jahr? Oder macht ihr lieber alles spontan?

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr 2017 - ich freue mich schon!
Bis dahin,

eure Bine




Mittwoch, 21. Dezember 2016

Uh-huh, this my Squarshy Hat

Warnung: Dieser Blogbeitrag ist, auch sprachlich gesehen, ein Ausflug in die Popkultur... ;-)

Hallo Ihr Lieben,

geht es euch manchmal auch so? Bei einem Projekt kommt euch immer wieder dieses eine Lied in den Sinn? Weil ihr euch durch Stil, Farbe oder irgendein kleines Detail daran erinnert fühlt?


Uh-huh, this my shit
All the girls stomp your feet like this
(Hollaback Girl von Gwen Stefani)

Ich hatte zuletzt die Mütze "Squarshy Hat" von Alaina Andersen auf den Nadeln. Die rote Wolle, mittlerweile gut abgelagert, war ein Wichtelgeschenk meiner lieben Freundin Bibi, die nur auf die richtige Anleitung wartete - Problem gelöst, "uh-huh".

Die englischsprachige Anleitung gibt es kostenlos auf Ravelry, man beachte aber folgenden Hinweis: "This pattern is sarcastic, rude, and full of cursing and pop-culture references. Enjoy!" Oh ja, das tat ich...

Die Anleitung ist nur für eine Größe geschrieben, deshalb unbedingt den Kopf ausmessen und die Maschenprobe machen. Wenn die Maschenprobe nicht passen sollte, ist es wegen des Musters wahrscheinlich einfacher, die Nadelstärke zu variieren - und nicht das Muster zu verändern. Das habe ich nämlich zuerst versucht, bin aber bei der Berechnung der Abnahmen grandios gescheitert. Da ich aber nur eine minimale Abweichung (zwei Maschen) hatte, beschloss ich im Versuch Nr. 2 das einfach zu ignorieren und hatte so keinen Stress...


'Cause I ain't no hollaback girl
I ain't no hollaback girl
(Hollaback Girl von Gwen Stefani) 
Stricktechnisch ist die Mütze nicht weiter schwer. Allerdings habe ich zum ersten Mal mit einem Magic Loop gestrickt. Wer das noch nicht kennt: Um auf der Rundstricknadel "im Kreis" stricken zu können, wird bei der Hälfte des Strickstücks das Kabel der Nadel zwischen zwei Maschen so herausgezogen, dass es sich in eine Schlaufe legt. Man strickt bis zu diesem Punkt und zieht nun wieder an der Anfangsposition das Kabel heraus usw. Aber schaut euch am besten Mal ein Video an, das hat mir auch sehr geholfen. Gegen Ende der Mütze, als die Maschen schon wesentlich weniger wurden, hatte ich damit aber Probleme, das wurde alles zu eng und steif und ich hatte Angst, die Nadel kaputt zu machen. Da bin ich dann wieder auf das gute alte Nadelspiel umgestiegen ;-).

A few times I've been around that track
So it's not just gonna happen like that
(Hollaback Girl von Gwen Stefani) 
So richtig begeistert hat mich das Bündchen: Statt rechter Maschen sind es hier rechts verschränkte Maschen, wodurch sich die rechten Maschen nicht so "auseinanderziehen", sondern schön brav ihre Form behalten. Finde ich total klasse! Genau das hat mich sooooo oft gestört - egal, wie viel Mühe ich mir gegeben habe, das konnte ich oft nicht vermeiden. Aber so? Kein Problem! Richtig genial, aber dabei so einfach.

'Cause I ain't no hollaback girl
I ain't no hollaback girl
(Hollaback Girl von Gwen Stefani)
Ich war dann fast traurig, als meine Mütze fertig war. Aber da gibt es ja noch den kleinen Zusatz für den, der will: "Pompom this shit!" (Zitat aus der Anleitung :D ). Bei der Ansage musste ich doch glatt meine erste "Bommel" machen. Als ich klein war, hat meine Mama öfter Bommel an Mützen gemacht, insbesondere denke ich da an ihre rote Skimütze, an der gleich zwei sind :-). Aber selbst? Bisher nicht. So ungefähr wusste ich aber noch, wie das funktionierte und so habe ich beim Adventskaffeekränzchen in der WG meine erste Bommel gewickelt und angenäht. Und so kann ich es nun mit Gwens Worten sagen:


Uh-huh, this my shit, this my shit! 
(Hollaback Girl von Gwen Stefani)
Und wenn jetzt noch jemand denkt, stricken wäre altbacken - nee, die reinste Popkultur!
Ich gehe dann mal weiter meinen Ohrwurm pflegen! Macht es euch schön!

Liebe Grüße
eure Bine

Die Bilder sind wieder von meiner wunderbaren Freundin Nora - vielen lieben Dank!!

Wolle: Galeria Home Peru, Farbe 05 (ca. 1,5 Knäuel)
Nadelstärke: 5 mm (Bündchen) und 6 mm (Hauptteil)
Anleitung: Squarshy Hat von Alaina Andersen (via Ravelry)

Mittwoch, 14. Dezember 2016

L wie Lynn - mein neuer Kapuzenpulli

Hallo Ihr Lieben!

Ich liebe ja Kapuzenpullis heiß und innig. Diese Liebesbeziehung hält jetzt seit circa 10 Jahren. Viele mögen vielleicht sagen, dass ich dafür vielleicht zu alt werde oder dass es Zeit für was Neues wäre - aber ich denke nicht. Nicht, wenn es so schöne Schnittmuster wie Lynn gibt.

Die große Wickelkapuze und die schicken Taschen hatten es mir schon seit Langem angetan. Nur habe ich mich mal wieder nicht rangetraut, schließlich sind dehnbare Stoffe noch nicht ganz meine besten Freunde (aber es wird!). Erst Marina von Ich hab da mal was schaffte es, mich zu überzeugen, dass ich es auf jeden Fall probieren sollte.

Als dann in der (leider!) letzten Runde der 12 Letters of Handmade Fashion-Aktion der Buchstabe L gezogen wurde, war das wie ein Zeichen. Du  nähst jetzt die Lynn, sagte ich mir und bestellte den Stoff. Außerdem war mir ja anlässlich des Meet & Sews Anfang Dezember (den Bericht findet ihr hier) ja die Unterstützung von lauter Profis sicher und Katha von Bananenmarmelade brachte mir sogar ein fertiges Ansichtsexemplar mit! Nochmal vielen lieben Dank!!


Mit so viel Rückenwind begann ich dann in Berlin den Zuschnitt... und wurde vom Stoff angenehm überrascht. Klar, Sweat fällt unter dehnbare Stoffe, aber ist wesentlich fester als Jersey. Das beruhigte mich ungemein an der Nähmaschine! Neu entdeckt habe ich vor kurzem erst den Overlock-Stich meiner Maschine, der mir aber gleich gute Dienste leistete. Jaaa, ich weiß, da hätte man mal früher in der Betriebsanleitung nachgucken können, bisher habe ich den dreifachen Zick-Zack verwendet. Aber besser spät als nie :).


Mein Ziel in Berlin war nicht fertig zu werden, sondern gründlich zu arbeiten, ich stehe zu meinem Ruf als Nähschnecke :). Aber gerade als Anfängerin, als die ich mich immer noch sehe, ist das wirklich wie ein Sicherheitsnetz, da ich beim Stecken erstmal sehe, ob es richtig herum ist oder ob wirklich alles da sitzt, wo es hingehört. Also habe ich immer wieder den zugehörigen  Teil des Videos angesehen und mich Schritt für Schritt vorangearbeitet. Ina nimmt einen da wirklich gut an die Hand. 

Lediglich bei den Ösen hätte ich gerne noch gewusst, an welchem Kapuzenteil man jetzt die Öse weiter oben und an welchem weiter unten einsetzt, vielleicht durch einen Hinweis am Schnittmuster. Aber vielleicht liegt das auch an mir... Geklappt hat es auf jeden Fall trotzdem, nachdem ich lange genug meine Teile mit denen des Videos verglichen habe. Irgendwie habe ich die Ösen auch relativ weit innen angebracht, aber jetzt ist der Tunnelzug eben 3 cm breit (statt wie 2,5 cm im Video...). Auch nicht so tragisch. Und soll ich euch was sagen? Ösen mit dem Hammer einzuschlagen macht Spaß! Meine arme WG :D. Die wird wohl noch etwas leiden mit mir... 


Aber ansonsten lief alles einwandfrei, bis auf die Daumenlöcher im Bündchen. Irgendwie passte mein Daumen da nie ordentlich durch, keine Ahnung was ich da verkehrt gemacht habe - so dicke Daumen habe ich doch gar nicht? Nach dem gescheiterten dritten Versuch habe ich die Löcher dann Löcher sein lassen und sie einfach zugenäht - ohne die Ärmel zu kürzen, wie in der Anleitung beschrieben. Bei meinen Gorilla-Armen passt das jetzt sehr gut :). 

Genäht habe ich übrigens eine Größe 36, die auch an den Schultern sehr gut sitzt, aber am Körper sehr weit geschnitten ist - ich mag das, das erhöht den Kuschelfaktor noch einmal sehr. Bei der nächsten Lynn (ja, ich will noch solch einen Pulli!) wird es aber untenrum vielleicht eine Nummer kleiner. Aber auch nur vielleicht :). 



Die Bilder hat übrigens meine liebe Freundin Nora gemacht - danke dir!! <3
So, dann gehe ich mich mal wieder einkuscheln und Tee trinken!!

Liebe Grüße
eure Bine

Verlinkt: Me Made Mittwoch
 
Schnittmuster: Lynn von Pattydoo
Stoff + Bündchen: Stick & Style




Sonntag, 11. Dezember 2016

L wie ... Dankbarkeit - das 12 Letters of Handmade Fashion-Nähtreffen in Berlin


- Häh? Warum nimmst du deine Nähmaschine mit nach Berlin???

Die Frage hörte ich vergangene Woche öfter. Tja, aber wer zum Meet & Sew will, sollte sie besser dabei haben. Es sei denn, man hat für den letzten Buchstaben des Jahres ein Strickprojekt geplant. :-)

Aber ich fange am Besten ganz von vorne an: Im Oktober verkündete Selmin von Tweed & Greet, dass es zum Abschluss der allseits beliebten Aktion 12 Letters of Handmade Fashion ein Nähtreffen geben soll. Ich war hin und weg, Feuer und Flamme, drauf und dran und noch vieles mehr! Schwupps, Ticket bestellt, noch am Erscheinungstag... wie so ein kleiner Groupie. Aber warum war mir das so wichtig? Diese Aktion hatte mich das ganze Jahr begleitet, durch sie habe ich so viele Dinge ausprobiert und gelernt - und letztendlich meine ersten tragbaren Kleidungsstücke genäht.


Je näher dieses eine Wochenende rückte, desto aufgeregter wurde ich. Schließlich war das mein erstes Nähblogger-Treffen und bisher hatte ich nur im stillen Kämmerlein vor mich hin gewerkelt... Mein Blog ist dazu auch noch sehr jung, noch viel zu lernen du hast und so... In allen Bereichen.

Und dann sollte es soweit sein. Nachdem wir die richtige Eingangstür gefunden hatten (und durch die großen Fenster schon mal gestaunt hatten), trudelten wir alle in Fees brandneuer und so richtig schicker Agentur Vitaminfee ein - natürlich voll bepackt mit Koffern, in denen all unsere Stoffe, Garne, Haken, Knöpfe und Ösen nur darauf warteten, von uns vernäht zu werden.


Zunächst gab es noch Frühstück und Gelegenheit, uns kurz kennenzulernen sowie uns über die geplanten Projekte auszutauschen. Was da alles dabei war! Viele kunterbunte "L"s, über die ich noch nicht zu viel verraten möchte, denn noch wurden nicht alle Werke verbloggt ;-).

Und plötzlich saßen dann schon alle an den Nähmaschinen... Bei mir ging es - dank vorhergehendem Zeitmangel - erst einmal damit los, das Schnittmuster zu kleben und zuzuschneiden. Ich war so damit beschäftigt, dass ich nicht einmal ansatzweise mitbekam, dass es Mittagessen gab - danke für den Hinweis, Selmin ;-). 

Zu Beginn des Nachmittags machte ich, gemeinsam mit Fee, Fredi und Ines, einen kleinen Ausflug zum Stoff- und Kurzwarenparadies Knopfloch. Da hatte ich doch glatt verpeilt, dass ich Ösen und Kordel brauche... Und Garn :D. Aber auch meine tapferen Weggefährtinnen im Großstadtjungle (bei dem Weihnachtsrummel muss man wirklich von tapfer sprechen!) brauchten noch die ein oder andere Kleinigkeit und so war das alles kein Problem :-). 

Gegen Abend konnte ich dann noch die ersten Nähte machen. Irgendwann war ich aber so kaputt, dass ich, aus Angst, etwas falsch zu machen, noch kurz zu meinen Stricknadeln griff. Ja, die waren wie immer mit dabei :-). 


Später zogen wir dann ins LeBon in Kreuzberg um, wo wir in schönem Ambiente gemeinsam zu Abend aßen. Es war für mich total spannend, zwischen den erfahreren Näherinnen zu sitzen und den Gesprächen zu folgen... Da waren so viele wunderbare Nähgeschichten dabei, hach. Ich hätte da noch ewig sitzen können, wenn ich nicht so müde gewesen wäre. Also mit Angela von Suturis Asinum ab in die gemeinsame Unterkunft, die glücklicherweise nicht weit weg war, aber dann waren wir doch noch so aufgekratzt, dass wir bis ein Uhr bei einem Weinchen sitzen blieben :-). 

Trotz der dann gar nicht mehr so langen Nacht waren wir am Sonntag überpünktlich und freuten uns erstmal über den Kaffee und Frühstück, das war wirklich luxuriös :-). Aber recht schnell zog es uns schon wieder an die Nähmaschinen, um unsere Projekte fertig zu stellen, denn am Nachmittag sollte ja schon fotografiert werden. 

Ich muss gleich vorweg nehmen: Mein L ist leider nicht am Sonntag fertig geworden... Ich Näh-Schnecke. Aber ich bin sehr weit gekommen, sodass mein Dezember-Beitrag sicher ist :). Dafür habe ich bei diesem Nähtreffen aber dank der Hilfe der Anderen sehr viel gelernt und hatte jede Menge Spaß am Nähen - und das ist ja die Hauptsache, oder?

Und deshalb möchte ich mich hier auch noch einmal bedanken:
Zunächst einmal bei Tchibo und Prym, die uns mit vielen tollen Goodies verwöhnt haben! Verfrühtes Weihnachten!
Dann bei Selmin und Fee für die umwerfende, gigantische, megatolle Organisation,
bei Angela für ihre nette Zimmergesellschaft,
bei Katha dafür, dass sie mir extra ein fertiges Exemplar zur Ansicht mitgebracht hat und ihre und Frejas moralische Unterstützung, als klar wurde, dass mir die Zeit nicht reicht.
Danke auch an Christine, die ich jederzeit fragen konnte, ob das Stichbild korrekt ist.
Danke an Amaia, Melanie und Ines für die netten Gespräche im Zuschneide-Zimmer, wo ich ja viiiiel Zeit zubrachte ;-).
Danke Ivonne fürs Mitnehmen zum Restaurant,
danke Kerstin für die Umweltkarte,
danke Sarah, dass ich mich kurz an deine Overlock wagen durfte,
danke Fredi für die Entscheidungshilfe im Kurzwarenladen und natürlich deine wundervolle Graphik,
danke Kira für die zahlreichen Tipps,
danke Lisa für die Strick-Gespräche und danke Jana für die super leckeren Kekse!

Kurz gesagt: Danke an alle, ihr Lieben!! Ihr habt das Wochenende unvergesslich gemacht. Ab jetzt werde ich den Buchstaben L immer mit Dankbarkeit und einer großartigen Gemeinschaft verbinden. Ich habe mich sehr gefreut, dabei sein und euch kennenlernen zu dürfen. Ich hoffe, wir sehen uns bald mal wieder :-)

Eure Bine

Ein Dankeschön fehlt noch: Die hier gezeigten Fotos hat uns die liebe Selmin zur Verfügung gestellt - vielen lieben Dank dafür!

Donnerstag, 17. November 2016

Buntes gegen das November-Grau: Socke No 2 von Stine und Stitch


Hallo Ihr Lieben,

mittlerweile herrscht hier so richtiges nasskaltes November-Wetter. Bei euch auch? Ich würde am Liebsten den ganzen Tag zu Hause unter einer Decke kuscheln und lesen. Oder stricken. Das macht ja bekanntlich doppelt warm ;-).

Mein Sockenfieber ist inzwischen chronisch:  Neben den Babysocken für den Nachwuchs von Freunden habe ich im Oktober auch ein Paar Männersocken Größe 46 (!) verschenkt. Jetzt sind aber mal wieder meine Füße an der Reihe!

Und da hatte ich doch etwas auf den Nadeln, was ich schon lange stricken wollte: die Socke No 2 von Kerstin alias Stine & Stitch. Ich lernte ihren Blog im Januar anlässlich des ersten Monats der 12 Letters of Handmade Fashion-Aktion kennen und setzte ihn sofort auf meine Leseliste. Ihre Moodboards, ihre Designs und auch die anderen Beiträge finde ich immer wunderschön und vor allem sehr, sehr inspirierend! Schaut unbedingt mal auf ihrem Blog vorbei!

Jetzt aber zur eigentlichen Socke! Gestrickt habe ich mit der Wolle Rödel Sport- und Strumpfwolle Classic. Als ich die Farbpalette im Laden sah, musste ich sofort an die Socke No 2 denken und so "überredete" die Wolle mich, endlich die Anleitung zu kaufen. Und wie bei allen meinen Socken habe ich mit einem 2,5-Nadelspiel gestrickt. 


Die Anleitung enthält die Größen 36/37 bis 44/45 und erklärt Schritt für Schritt, wie man vom Schaft über die Ferse bis zur Spitze kommt, dabei wird die Bumerangferse noch einmal genau beschrieben. Wer noch weitere Infos dazu oder aber auch zur Bandspitze möchte, der findet zusätzlich auf Kerstins Blog noch entsprechende Tipps und Tricks.

Bei der Ferse folgte ich Kerstins Angaben genau, aber die Bandspitze habe ich nach "Muttis Art" gestrickt - rein aus Gewohnheit, in die Anleitung habe ich da gar nicht mehr geguckt ;-). Meine fertigen Socken in Größe 36 passen mir perfekt, aber in der Tat habe ich festgestellt, dass das zweifarbige Stricken dazu führt, dass die Socken nicht so dehnbar sind wie andere. Trotzdem komme ich gut hinein und auch wieder raus. 


Für mich waren die Socken auch eine gute Gelegenheit, das zweifarbige Stricken zu üben. Um ehrlich zu sein, habe ich zwischen zwei Techniken gewechselt. Meistens habe ich die zwei Fäden beim Farbwechsel hinter dem Strickstück verkreuzt, auch wenn das wohl sehr,  sehr umständlich ist, da man auch immer wieder die Wollknäuel entwirren muss...

Ab und an habe ich versucht, Farbe Nummer 2 über den Mittelfinger laufen zu lassen, sodass ich nicht immer ab- und wieder ansetzen musste. Da ist wohl noch einiges an Übung gefragt, bis das richtig schön gleichmäßig klappt :-). Und meine leicht verkrümmte Handhaltung dabei hätte wohl so manche Profi-Strickerin zum Stirnrunzeln gebracht... Hihi. Eine dritte Hand wäre manchmal ganz praktisch :-). Hier zeige ich euch mal, wie das Ganze auf der Rückseite bei mir aussieht:


Aber selbst meine umständliche Strickweise konnte meine Begeisterung beim Stricken nicht bremsen. Die wechselnden Muster haben so großen Spaß gemacht, dass das Stricken ganz flott ging und zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde (nicht wie bei Männersocken ohne Muster, bei denen man gefühlte Kilometer rechts, rechts und wieder rechts strickt...). Und die Farben machten richtig gute Laune!

Der einzige klitzekleine Wermutstropfen kam ganz zum Schluss - die Fäden vernähen. Durch die Farbwechsel in den verschiedenen Abschnitten kann man dem nicht wirklich entgehen. Eigentlich mache ich das echt nicht gerne, aber in diesem Fall wog die Motivation, die Socken endlich zu tragen, zum Glück stärker  :-). 

Wie trotzt ihr denn dem November-Grau? Mit bunter Wolle oder knalligen Stoffen? Einem besonderen Buch? Oder ganz viel Schokolade und Tee? Und weil das übrigens ganz alleine meine Socken sind, mache ich doch glatt zum ersten Mal bei RUMS mit :). 

Ihr Lieben, macht es euch schön!
Eure Bine


Strickvorlage: Socke No 2 von Stine und Stitch via DaWanda
Wolle: Wolle Rödel Sport- und Strumpfwolle Classic
            Hellgrün (16966)
            Naturweiß (16960)
            Orange (16970)
            Dunkelblau (16939)
            Gelb (16965)
Nadelstärke: 2,5

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Kurz vor knapp: R wie Rock Mabel


Hallo Ihr Lieben,

wie fast immer kommt mein Beitrag zur Aktion 12 Letters of Handmade Fashion am 27. Puh. So knapp wie heute war es - glaube ich - aber noch nie. Dafür habe ich mich an einigen, für mich neuen Dingen versucht! Und bin sehr glücklich mit dem Ergebnis :-). 

Als unsere Gastgeberin Lisa von Stoffreise am Monatsersten das R ausloste, dachte ich mir, dass das die Gelegenheit für mich wäre, endlich einen Rock zu nähen. Also einen tragbaren Rock, mein erster Versuch war eher ... na ja. 

Aber im letzten Jahr habe ich ja immer mehr genäht, also wollte ich es noch einmal versuchen. Allerdings wollte ich dafür weder ein neues Schnittmuster noch neuen Stoff kaufen, da sich vor allem in der letzten Zeit so einiges bei mir angesammelt hatte und noch nicht verwendet wurde. Beim entsprechenden Stoffrest wurde ich schnell fündig, aber beim Schnittmuster stand ich zunächst auf dem Schlauch. Nichts wollte so recht passen oder gefallen. Bis ich noch einmal die aktuelle Ausgabe der La Maison Victor zur Hand nahm, um sie noch einmal durchzublättern. Die Zeitschrift hatte ich mir zum ersten Mal gekauft, nachdem Susanne von Raxn so sehr davon geschwärmt hatte. Und prompt wurde ich fündig: Der Rock Mabel sollte es werden.



Der Stoff ist ein Rest des blauen Feincords von meinem Wind und Wetter-Parka, der übrigens immer noch nicht fertig ist ... dummdidumm. Kommt hoffentlich bald. Der Stoffrest hat für das Schnittmuster genau gepasst. Zum ersten Mal habe ich dann einen Schnitt von einem Schnittmusterbogen kopiert, das ging erstaunlich gut! Die Bögen von La Maison Victor sind meiner Meinung nach etwas übersichtlicher als die von Burda (aber das ist natürlich nur mein persönlicher Eindruck), da hatte ich wirklich keine Problem, alle Markierungen zu übertragen. Auch die Anleitung war so geschrieben, dass ich den Rock ohne Schwierigkeiten umsetzen konnte. Genäht habe ich übrigens die Größe 38, die mir aber etwas reichlich ist. Das nächste Mal wird es also wahrscheinlich eher eine 36.

Schwierigkeiten waren keine besonders großen enthalten, man muss lediglich einen Reißverschluss einsetzen und einen Beleg arbeiten, aber das ist so gut erklärt, dass ich damit gut zurecht kam.Und für meine Verhältnisse war ich sogar richtig schnell! Gerade für Einsteiger wie mich war das also ein super Projekt, da es nicht zu groß ist und man rasch ein tolles Ergebnis hat. Das Schnittmuster werde ich garantiert noch das ein oder andere Mal nähen, denn selten hatte ich so ein Glücksgefühl nach dem Nähen :).

Die Bilder hat dieses Mal meine liebe Freundin Michi gemacht, vielen lieben Dank! Du wirst in Zukunft öfter engagiert :)

Und wie immer freue ich mich jetzt auf die Galerie mit allen Beiträgen, die man ab Montag bei Lisa finden kann! Bis dahin wünsche ich euch noch einen schönen Rest-Oktober!

Eure Bine

Stoff: Stick & Style via DaWanda
Schnittmuster: Rock Mabel von La Maison Victor (Ausgabe Sept./Okt. 2016)

Sonntag, 9. Oktober 2016

Sockenfieber: Die ersten Baby-Socken



Hallo ihr Lieben, 

die letzte Woche habe ich fleißig gestrickt und so kann ich euch heute die ersten Ergebnisse meines Sockenfiebers zeigen :-)

Diese Mini-Socken sind für das erste Baby von Freunden. Bisher habe ich nur Socken für die Großen gestrickt und da fing das "kleine" Problem an: Wie klein oder groß ist eigentlich so ein Baby? Ich habe da ja Null Erfahrung. Und die Sockentabellen und Anleitungen, die ich im Internet gefunden habe, sind sich nicht wirklich einig. Ich hatte große Fragezeichen auf der Stirn, als ich das Projekt begann.

Letztendlich habe ich mich dann an dieser Anleitung orientiert, da sie meiner herkömmlichen Socken-Strickweise am Nähsten kam.  Allerdings habe ich nicht die Größe für Neugeborenene gestrickt, sondern lieber etwas größer - Babys haben ja die Eigenschaft, zu wachsen ;-). Laut dieser Tabelle entspricht meine fertige Socke der Größe von drei bis sechs Monate alten Babys, was ich ganz passend fand, denn so müssten die Söckchen dem neuen Erdenbürger im tiefsten Winter passen. 


Ich beschreibe euch mal kurz meine Vorgehensweise:

Angeschlagen habe ich insgesamt 40 Maschen. Das Bündchen ist mit 20 Runden vielleicht sogar ein bisschen zu kurz geworden, aber ich wollte kein Bündchen zum Umschlagen wie in der Anleitung. Für die Ferse habe ich nach 14 Reihen ein Käppchen gearbeitet, dann für den Spickel wieder 8 Maschen auf beiden Seite der Ferse aufgenommen und schließlich durch die Abnahmen wieder auf 10 Maschen pro Nadel reduziert. Die Abnahmen für die Bandspitze habe ich ab der 20. Runde nach der letzen Abnahme für den Spickel begonnen. Ergeben hat das alles eine Fußlänge von 10,6 cm. 

Das Paar Socken war ratzfatz an zwei gemütlichen Abenden gestrickt - kein Vergleich zu den Socken in Größe 46, die ich noch stricken muss... 

Ach ja, noch kurz zur Wolle. Für die empfindliche Baby-Haut wollte ich nicht einfach irgendeine Wolle und bin in den örtlichen Wollladen, wo ich sofort fündig wurde: die Baby Smiles von Schachenmayr Regia. Das sind ganz putzige Mini-Knäuel - nur 25 Gramm! Und diese Baby-Wolle ist dann natürlich hautfreundlich, schadstoffgeprüft und speichelecht. Und natürlich maschinenwaschbar, was das Leben mit Baby wahrscheinlich deutlich erleichtert ;-). 


Soweit zu meiner ersten Strickerfahrung für Babys. Strickt ihr für die Babys in eurer Familie oder in eurem Bekanntenkreis? Wenn ja, wie macht ihr das mit den Größen? 

Ihr Lieben, habt noch einen schönen Sonntag! Bis bald!
Eure Bine


Wolle: Schachenmayr Regia "Baby Smiles", Farbe: 01053