Sonntag, 12. Februar 2017

Auf den Nadeln im Februar 2017


    Hallo Ihr Lieben,

    ja, ich weiß, gefühlt ist hier nicht viel passiert... Aber tatsächlich stricke ich gerade viel, es ist mein Ausgleich, mein Entspannungsprogramm, mein Yoga... Nur eben zeigen kann ich momentan noch nichts, aber dafür nehme ich auch in diesem Monat wieder teil an Marisas Linkparty Auf den Nadeln teil!

    Zunächst habe ich ein uraltes UFO, das jetzt wirklich schon ewig bei mir herumliegt, wieder aufgenommen. Es fehlt nicht mehr viel, ich muss die einzelnen Teile nur noch zusammennähen und die Fäden vernähen... Eine meiner ungeliebtesten Tätigkeiten beim sonst so geliebten Hobby. Allerdings ist es auch nicht so geworden, wie ich mir das vorgestellt habe, vielleicht ist also auch das der Grund warum es so lange nicht fertig gemacht wurde. Aber Zieltermin ist jetzt hoffentlich im Februar!

    Dann stricke ich immer noch an meinem Dreieckstuch... Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, vor allem, wenn es ums Stricken von Lochmustern geht ;-). Aber ich hoffe, da kann ich auch bald mehr zeigen.

    In diesem Winter wollte ich auch unbedingt einen Cardigan stricken. Lange konnte ich mich nicht zwischen zwei Modell entscheiden... Stricken werde ich beide, aber welches zuerst? Meine Mädels haben diesbezüglich Abhilfe geschaffen: Sie haben mir zu meinem Geburtstag mein Wunschgarn für eines der beiden Jäckchen geschenkt, siehe Bild oben. Und dazu muss ich jetzt noch Folgendes sagen: Mädels, ihr seid die Besten! So habe ich euch beim Stricken immer dabei, auch wenn ich selbst bald schon weiter weg sein werde...

    Und dann überlege ich noch, ob ich nicht vielleicht für Selmins Aktion 12 Colours of Handmade Fashion die Farbe Beige verstricke, anstatt zu vernähen. Aber da bin ich noch komplett unschlüssig. Und der Januar-Beitrag lässt auch noch auf sich warten. Hach, wo rennt denn nur wieder die Zeit hin? 

    Und was habt ihr so auf den Nadeln? Ich werde gleich bei Marisa mal gucken gehen...

    Ich wünsche euch einen schönen gemütlichen Sonntag, meine Lieben!
    Eure Bine

    Samstag, 21. Januar 2017

    Auf den Nadeln im Januar 2017


    Hallo Ihr Lieben,

    puuuh, dafür, dass einer meiner Vorsätze war, regelmäßiger zu bloggen, ließ der erste Post 2017 jetzt drei Wochen auf sich warten. Ups :) Ich hoffe, ihr seid alle gut reingekommen in das nun nicht mehr ganz so neue Jahr!

    Zwar war es hier recht ruhig, aber ich war nicht ganz untätig! Vor allem nicht, was die Uni anbelangt, da lege ich ja gerade meinen Endspurt ein, aber auch stricktechnisch war ich fleißig, wenn auch die Ergebnisse noch ein bisschen auf sich warten lassen müssen...

    Deshalb gibt es hier mit "Auf den Nadeln" einen klitzekleinen Vorgeschmack! Wahrscheinlich kennen das längst alle, nur ich hinke wieder hinterher... Das ist eine monatliche Linksammlung von aktuellen Strickprojekten und findet bei Marisa von Maschenfein statt. So und heute geselle ich mich zum ersten Mal als Teilnehmerin hinzu, denn zum ersten Mal habe ich auch zwei Projekte so richtig gleichzeitig am Laufen. 

    Da wäre zum einen - wer hätte es gedacht - Socken, diesmal für meinen Freund. Allerdings teste ich dabei gerade eine (für mich) neue Wolle, worüber ich dann natürlich noch berichte. Nur muss ich den Herren noch dazu kriegen, dass er Fotos von seinen Füßen machen lässt... hihi. 

    Und dann wäre da noch mein etwas anstrengenderes Projekt, mal wieder ein Schal von Melanie Berg. Nach meinem ersten Projekt von ihr, dem Drachenfels, habe ich Feuer gefangen und wollte mehr... Tja, und um mich zu motivieren, nehme ich dabei an einem Knit Along teil :). Eine andere Teilnehmerin, die dasselbe Modell strickt, ist schon fertig - und es sieht so gut aus! Das motivert so unglaublich! 

    Das waren eigentlich schon die aktuellen Projekte. Geplant ist noch ein Cardigan, aber erst muss ich endlich mal mein einzig bestes Strick-UFO fertig stellen. Da fehlt eigentlich gar nicht mehr viel! Trotzdem liegt es schon länger....

    So, das sind meine aktuellen Strickprojekte, an die ich mich gleich setzen werde. Vielleicht sogar ans UFO. Mal sehen :) 

    Was habt ihr an diesem Wochenende so vor? Draußen der Kälte trotzen? Oder sich gemütlich zuhause einkuscheln? In jedem Fall: Macht es euch fein!

    Liebe Grüße
    eure Bine

    Mittwoch, 28. Dezember 2016

    Mein Rückblick auf 2016

    Hallo Ihr Lieben,

    heute, weil ich gerade in Jahresende-Stimmung bin, möchte ich euch mal Danke sagen! Seit ein bisschen mehr als einem Jahr bin ich jetzt als "Das kleine Effchen" unterwegs - und ich freue mich sehr, dass der ein oder andere hier vorbeiguckt und mitliest! Vielen Dank, Ihr Lieben! Und dann noch eure vielen lieben Kommentare, ihr seid einfach der Hammer! Danke, danke, danke! 

    #nähenverbindet eben :) 
     
    Tja, und was habe ich dieses Jahr nicht so alles getrieben? So im Rückblick doch ein bisschen etwas, worauf ich ein kleines bisschen stolz bin:

    Ich habe so einige Socken gestrickt - in allen möglichen Formen und Größen:

    Und die nächsten sind schon auf den Nadeln - mal wieder ein Paar für meinen Freund. Und immer wieder kommt der Gedanke: Größe 46? Ernsthaft? Aber da muss ich wohl durch - und ich mache es ja auch gerne. 

    Außerdem hatte ich noch Schal und Mütze auf den Nadeln: 



    Aber vor allem habe ich viel genäht - und dabei viel gelernt. Die meisten Dinge sind dank Selmins Aktion 12 Letters of Handmade Fashion entstanden. Ich fand es immer wieder inspirierend, mir zu dem jeweiligen Buchstaben etwas passendes zu überlegen, auch wenn ich es nicht in allen Monaten geschafft habe. Aber immerhin: Ganze neun Mal war ich dabei!



    Und ganz besonders freue ich mich, dass durch diese Aktion tatsächlich meine ersten genähten Kleidungsstücke entstanden, die ich auch wirklich gerne trage. Es ist schon ein besonderes Gefühl, das Selbstgemachte an sich selbst zu sehen, auch wenn nicht immer alles perfekt lief. Für mich auf jeden Fall ein Ansportn, weiter zu machen! 


    Zwei Kimono Tees (hier und hier)

    Und der Rock Mabel


    Das größte Highlight war dann vor kurzem das Meet & Sew, bei dem ich viele der regelmäßig teilnehmenden Mädels persönlich kennenlernen durfte! 

    Der Dezember-Buchstabe

     
    Meine Lynn

    Tja, und was kommt im neuen Jahr? Es werden viele neue Dinge auf mich zukommen, denke ich. Nicht nur blog-technisch, sondern auch im richtigen Leben: Meine Zeit an der Uni neigt sich nämlich dem Ende entgegen, meine Masterarbeit steht an und somit auch bald die Job-Suche und damit verbunden wird es sehr wahrscheinlich einen Umzug geben.

    Aber selbstverständlich wird es hier weitergehen, wenn auch vielleicht ein wenig unregelmäßg (was ich natürlich versuche, zu verhindern!). Mir macht es wirklich großen Spaß, hier zu schreiben - ich merke auch, dass ich durch den Blog öfter zu Nadel und Faden und Garn greife. 

    Und wie es eben am Jahresende so ist, so habe ich natürlich auch gute Vorsätze. Zumindest einen: Ich will unbedingt meinen UFO-Stapel abbauen. Äh ja, ich werde gerade rot vor Scham, aber es ist wirklich ein Stapel... Ein Beispiel: der Wind und Wetter-Parka. Ähäm. 


    Ansonsten möchte ich weiterhin viel lernen und neue Dinge probieren, aber konkrete Pläne gibt es nur wenige. Ich werde einfach alles möglichst entspannt auf mich zukommen lassen. 

    Habt ihr Pläne und Vorsätze für das kommende Jahr? Oder macht ihr lieber alles spontan?

    Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr 2017 - ich freue mich schon!
    Bis dahin,

    eure Bine




    Mittwoch, 21. Dezember 2016

    Uh-huh, this my Squarshy Hat

    Warnung: Dieser Blogbeitrag ist, auch sprachlich gesehen, ein Ausflug in die Popkultur... ;-)

    Hallo Ihr Lieben,

    geht es euch manchmal auch so? Bei einem Projekt kommt euch immer wieder dieses eine Lied in den Sinn? Weil ihr euch durch Stil, Farbe oder irgendein kleines Detail daran erinnert fühlt?


    Uh-huh, this my shit
    All the girls stomp your feet like this
    (Hollaback Girl von Gwen Stefani)

    Ich hatte zuletzt die Mütze "Squarshy Hat" von Alaina Andersen auf den Nadeln. Die rote Wolle, mittlerweile gut abgelagert, war ein Wichtelgeschenk meiner lieben Freundin Bibi, die nur auf die richtige Anleitung wartete - Problem gelöst, "uh-huh".

    Die englischsprachige Anleitung gibt es kostenlos auf Ravelry, man beachte aber folgenden Hinweis: "This pattern is sarcastic, rude, and full of cursing and pop-culture references. Enjoy!" Oh ja, das tat ich...

    Die Anleitung ist nur für eine Größe geschrieben, deshalb unbedingt den Kopf ausmessen und die Maschenprobe machen. Wenn die Maschenprobe nicht passen sollte, ist es wegen des Musters wahrscheinlich einfacher, die Nadelstärke zu variieren - und nicht das Muster zu verändern. Das habe ich nämlich zuerst versucht, bin aber bei der Berechnung der Abnahmen grandios gescheitert. Da ich aber nur eine minimale Abweichung (zwei Maschen) hatte, beschloss ich im Versuch Nr. 2 das einfach zu ignorieren und hatte so keinen Stress...


    'Cause I ain't no hollaback girl
    I ain't no hollaback girl
    (Hollaback Girl von Gwen Stefani) 
    Stricktechnisch ist die Mütze nicht weiter schwer. Allerdings habe ich zum ersten Mal mit einem Magic Loop gestrickt. Wer das noch nicht kennt: Um auf der Rundstricknadel "im Kreis" stricken zu können, wird bei der Hälfte des Strickstücks das Kabel der Nadel zwischen zwei Maschen so herausgezogen, dass es sich in eine Schlaufe legt. Man strickt bis zu diesem Punkt und zieht nun wieder an der Anfangsposition das Kabel heraus usw. Aber schaut euch am besten Mal ein Video an, das hat mir auch sehr geholfen. Gegen Ende der Mütze, als die Maschen schon wesentlich weniger wurden, hatte ich damit aber Probleme, das wurde alles zu eng und steif und ich hatte Angst, die Nadel kaputt zu machen. Da bin ich dann wieder auf das gute alte Nadelspiel umgestiegen ;-).

    A few times I've been around that track
    So it's not just gonna happen like that
    (Hollaback Girl von Gwen Stefani) 
    So richtig begeistert hat mich das Bündchen: Statt rechter Maschen sind es hier rechts verschränkte Maschen, wodurch sich die rechten Maschen nicht so "auseinanderziehen", sondern schön brav ihre Form behalten. Finde ich total klasse! Genau das hat mich sooooo oft gestört - egal, wie viel Mühe ich mir gegeben habe, das konnte ich oft nicht vermeiden. Aber so? Kein Problem! Richtig genial, aber dabei so einfach.

    'Cause I ain't no hollaback girl
    I ain't no hollaback girl
    (Hollaback Girl von Gwen Stefani)
    Ich war dann fast traurig, als meine Mütze fertig war. Aber da gibt es ja noch den kleinen Zusatz für den, der will: "Pompom this shit!" (Zitat aus der Anleitung :D ). Bei der Ansage musste ich doch glatt meine erste "Bommel" machen. Als ich klein war, hat meine Mama öfter Bommel an Mützen gemacht, insbesondere denke ich da an ihre rote Skimütze, an der gleich zwei sind :-). Aber selbst? Bisher nicht. So ungefähr wusste ich aber noch, wie das funktionierte und so habe ich beim Adventskaffeekränzchen in der WG meine erste Bommel gewickelt und angenäht. Und so kann ich es nun mit Gwens Worten sagen:


    Uh-huh, this my shit, this my shit! 
    (Hollaback Girl von Gwen Stefani)
    Und wenn jetzt noch jemand denkt, stricken wäre altbacken - nee, die reinste Popkultur!
    Ich gehe dann mal weiter meinen Ohrwurm pflegen! Macht es euch schön!

    Liebe Grüße
    eure Bine

    Die Bilder sind wieder von meiner wunderbaren Freundin Nora - vielen lieben Dank!!

    Wolle: Galeria Home Peru, Farbe 05 (ca. 1,5 Knäuel)
    Nadelstärke: 5 mm (Bündchen) und 6 mm (Hauptteil)
    Anleitung: Squarshy Hat von Alaina Andersen (via Ravelry)

    Mittwoch, 14. Dezember 2016

    L wie Lynn - mein neuer Kapuzenpulli

    Hallo Ihr Lieben!

    Ich liebe ja Kapuzenpullis heiß und innig. Diese Liebesbeziehung hält jetzt seit circa 10 Jahren. Viele mögen vielleicht sagen, dass ich dafür vielleicht zu alt werde oder dass es Zeit für was Neues wäre - aber ich denke nicht. Nicht, wenn es so schöne Schnittmuster wie Lynn gibt.

    Die große Wickelkapuze und die schicken Taschen hatten es mir schon seit Langem angetan. Nur habe ich mich mal wieder nicht rangetraut, schließlich sind dehnbare Stoffe noch nicht ganz meine besten Freunde (aber es wird!). Erst Marina von Ich hab da mal was schaffte es, mich zu überzeugen, dass ich es auf jeden Fall probieren sollte.

    Als dann in der (leider!) letzten Runde der 12 Letters of Handmade Fashion-Aktion der Buchstabe L gezogen wurde, war das wie ein Zeichen. Du  nähst jetzt die Lynn, sagte ich mir und bestellte den Stoff. Außerdem war mir ja anlässlich des Meet & Sews Anfang Dezember (den Bericht findet ihr hier) ja die Unterstützung von lauter Profis sicher und Katha von Bananenmarmelade brachte mir sogar ein fertiges Ansichtsexemplar mit! Nochmal vielen lieben Dank!!


    Mit so viel Rückenwind begann ich dann in Berlin den Zuschnitt... und wurde vom Stoff angenehm überrascht. Klar, Sweat fällt unter dehnbare Stoffe, aber ist wesentlich fester als Jersey. Das beruhigte mich ungemein an der Nähmaschine! Neu entdeckt habe ich vor kurzem erst den Overlock-Stich meiner Maschine, der mir aber gleich gute Dienste leistete. Jaaa, ich weiß, da hätte man mal früher in der Betriebsanleitung nachgucken können, bisher habe ich den dreifachen Zick-Zack verwendet. Aber besser spät als nie :).


    Mein Ziel in Berlin war nicht fertig zu werden, sondern gründlich zu arbeiten, ich stehe zu meinem Ruf als Nähschnecke :). Aber gerade als Anfängerin, als die ich mich immer noch sehe, ist das wirklich wie ein Sicherheitsnetz, da ich beim Stecken erstmal sehe, ob es richtig herum ist oder ob wirklich alles da sitzt, wo es hingehört. Also habe ich immer wieder den zugehörigen  Teil des Videos angesehen und mich Schritt für Schritt vorangearbeitet. Ina nimmt einen da wirklich gut an die Hand. 

    Lediglich bei den Ösen hätte ich gerne noch gewusst, an welchem Kapuzenteil man jetzt die Öse weiter oben und an welchem weiter unten einsetzt, vielleicht durch einen Hinweis am Schnittmuster. Aber vielleicht liegt das auch an mir... Geklappt hat es auf jeden Fall trotzdem, nachdem ich lange genug meine Teile mit denen des Videos verglichen habe. Irgendwie habe ich die Ösen auch relativ weit innen angebracht, aber jetzt ist der Tunnelzug eben 3 cm breit (statt wie 2,5 cm im Video...). Auch nicht so tragisch. Und soll ich euch was sagen? Ösen mit dem Hammer einzuschlagen macht Spaß! Meine arme WG :D. Die wird wohl noch etwas leiden mit mir... 


    Aber ansonsten lief alles einwandfrei, bis auf die Daumenlöcher im Bündchen. Irgendwie passte mein Daumen da nie ordentlich durch, keine Ahnung was ich da verkehrt gemacht habe - so dicke Daumen habe ich doch gar nicht? Nach dem gescheiterten dritten Versuch habe ich die Löcher dann Löcher sein lassen und sie einfach zugenäht - ohne die Ärmel zu kürzen, wie in der Anleitung beschrieben. Bei meinen Gorilla-Armen passt das jetzt sehr gut :). 

    Genäht habe ich übrigens eine Größe 36, die auch an den Schultern sehr gut sitzt, aber am Körper sehr weit geschnitten ist - ich mag das, das erhöht den Kuschelfaktor noch einmal sehr. Bei der nächsten Lynn (ja, ich will noch solch einen Pulli!) wird es aber untenrum vielleicht eine Nummer kleiner. Aber auch nur vielleicht :). 



    Die Bilder hat übrigens meine liebe Freundin Nora gemacht - danke dir!! <3
    So, dann gehe ich mich mal wieder einkuscheln und Tee trinken!!

    Liebe Grüße
    eure Bine

    Verlinkt: Me Made Mittwoch
     
    Schnittmuster: Lynn von Pattydoo
    Stoff + Bündchen: Stick & Style




    Sonntag, 11. Dezember 2016

    L wie ... Dankbarkeit - das 12 Letters of Handmade Fashion-Nähtreffen in Berlin


    - Häh? Warum nimmst du deine Nähmaschine mit nach Berlin???

    Die Frage hörte ich vergangene Woche öfter. Tja, aber wer zum Meet & Sew will, sollte sie besser dabei haben. Es sei denn, man hat für den letzten Buchstaben des Jahres ein Strickprojekt geplant. :-)

    Aber ich fange am Besten ganz von vorne an: Im Oktober verkündete Selmin von Tweed & Greet, dass es zum Abschluss der allseits beliebten Aktion 12 Letters of Handmade Fashion ein Nähtreffen geben soll. Ich war hin und weg, Feuer und Flamme, drauf und dran und noch vieles mehr! Schwupps, Ticket bestellt, noch am Erscheinungstag... wie so ein kleiner Groupie. Aber warum war mir das so wichtig? Diese Aktion hatte mich das ganze Jahr begleitet, durch sie habe ich so viele Dinge ausprobiert und gelernt - und letztendlich meine ersten tragbaren Kleidungsstücke genäht.


    Je näher dieses eine Wochenende rückte, desto aufgeregter wurde ich. Schließlich war das mein erstes Nähblogger-Treffen und bisher hatte ich nur im stillen Kämmerlein vor mich hin gewerkelt... Mein Blog ist dazu auch noch sehr jung, noch viel zu lernen du hast und so... In allen Bereichen.

    Und dann sollte es soweit sein. Nachdem wir die richtige Eingangstür gefunden hatten (und durch die großen Fenster schon mal gestaunt hatten), trudelten wir alle in Fees brandneuer und so richtig schicker Agentur Vitaminfee ein - natürlich voll bepackt mit Koffern, in denen all unsere Stoffe, Garne, Haken, Knöpfe und Ösen nur darauf warteten, von uns vernäht zu werden.


    Zunächst gab es noch Frühstück und Gelegenheit, uns kurz kennenzulernen sowie uns über die geplanten Projekte auszutauschen. Was da alles dabei war! Viele kunterbunte "L"s, über die ich noch nicht zu viel verraten möchte, denn noch wurden nicht alle Werke verbloggt ;-).

    Und plötzlich saßen dann schon alle an den Nähmaschinen... Bei mir ging es - dank vorhergehendem Zeitmangel - erst einmal damit los, das Schnittmuster zu kleben und zuzuschneiden. Ich war so damit beschäftigt, dass ich nicht einmal ansatzweise mitbekam, dass es Mittagessen gab - danke für den Hinweis, Selmin ;-). 

    Zu Beginn des Nachmittags machte ich, gemeinsam mit Fee, Fredi und Ines, einen kleinen Ausflug zum Stoff- und Kurzwarenparadies Knopfloch. Da hatte ich doch glatt verpeilt, dass ich Ösen und Kordel brauche... Und Garn :D. Aber auch meine tapferen Weggefährtinnen im Großstadtjungle (bei dem Weihnachtsrummel muss man wirklich von tapfer sprechen!) brauchten noch die ein oder andere Kleinigkeit und so war das alles kein Problem :-). 

    Gegen Abend konnte ich dann noch die ersten Nähte machen. Irgendwann war ich aber so kaputt, dass ich, aus Angst, etwas falsch zu machen, noch kurz zu meinen Stricknadeln griff. Ja, die waren wie immer mit dabei :-). 


    Später zogen wir dann ins LeBon in Kreuzberg um, wo wir in schönem Ambiente gemeinsam zu Abend aßen. Es war für mich total spannend, zwischen den erfahreren Näherinnen zu sitzen und den Gesprächen zu folgen... Da waren so viele wunderbare Nähgeschichten dabei, hach. Ich hätte da noch ewig sitzen können, wenn ich nicht so müde gewesen wäre. Also mit Angela von Suturis Asinum ab in die gemeinsame Unterkunft, die glücklicherweise nicht weit weg war, aber dann waren wir doch noch so aufgekratzt, dass wir bis ein Uhr bei einem Weinchen sitzen blieben :-). 

    Trotz der dann gar nicht mehr so langen Nacht waren wir am Sonntag überpünktlich und freuten uns erstmal über den Kaffee und Frühstück, das war wirklich luxuriös :-). Aber recht schnell zog es uns schon wieder an die Nähmaschinen, um unsere Projekte fertig zu stellen, denn am Nachmittag sollte ja schon fotografiert werden. 

    Ich muss gleich vorweg nehmen: Mein L ist leider nicht am Sonntag fertig geworden... Ich Näh-Schnecke. Aber ich bin sehr weit gekommen, sodass mein Dezember-Beitrag sicher ist :). Dafür habe ich bei diesem Nähtreffen aber dank der Hilfe der Anderen sehr viel gelernt und hatte jede Menge Spaß am Nähen - und das ist ja die Hauptsache, oder?

    Und deshalb möchte ich mich hier auch noch einmal bedanken:
    Zunächst einmal bei Tchibo und Prym, die uns mit vielen tollen Goodies verwöhnt haben! Verfrühtes Weihnachten!
    Dann bei Selmin und Fee für die umwerfende, gigantische, megatolle Organisation,
    bei Angela für ihre nette Zimmergesellschaft,
    bei Katha dafür, dass sie mir extra ein fertiges Exemplar zur Ansicht mitgebracht hat und ihre und Frejas moralische Unterstützung, als klar wurde, dass mir die Zeit nicht reicht.
    Danke auch an Christine, die ich jederzeit fragen konnte, ob das Stichbild korrekt ist.
    Danke an Amaia, Melanie und Ines für die netten Gespräche im Zuschneide-Zimmer, wo ich ja viiiiel Zeit zubrachte ;-).
    Danke Ivonne fürs Mitnehmen zum Restaurant,
    danke Kerstin für die Umweltkarte,
    danke Sarah, dass ich mich kurz an deine Overlock wagen durfte,
    danke Fredi für die Entscheidungshilfe im Kurzwarenladen und natürlich deine wundervolle Graphik,
    danke Kira für die zahlreichen Tipps,
    danke Lisa für die Strick-Gespräche und danke Jana für die super leckeren Kekse!

    Kurz gesagt: Danke an alle, ihr Lieben!! Ihr habt das Wochenende unvergesslich gemacht. Ab jetzt werde ich den Buchstaben L immer mit Dankbarkeit und einer großartigen Gemeinschaft verbinden. Ich habe mich sehr gefreut, dabei sein und euch kennenlernen zu dürfen. Ich hoffe, wir sehen uns bald mal wieder :-)

    Eure Bine

    Ein Dankeschön fehlt noch: Die hier gezeigten Fotos hat uns die liebe Selmin zur Verfügung gestellt - vielen lieben Dank dafür!

    Donnerstag, 17. November 2016

    Buntes gegen das November-Grau: Socke No 2 von Stine und Stitch


    Hallo Ihr Lieben,

    mittlerweile herrscht hier so richtiges nasskaltes November-Wetter. Bei euch auch? Ich würde am Liebsten den ganzen Tag zu Hause unter einer Decke kuscheln und lesen. Oder stricken. Das macht ja bekanntlich doppelt warm ;-).

    Mein Sockenfieber ist inzwischen chronisch:  Neben den Babysocken für den Nachwuchs von Freunden habe ich im Oktober auch ein Paar Männersocken Größe 46 (!) verschenkt. Jetzt sind aber mal wieder meine Füße an der Reihe!

    Und da hatte ich doch etwas auf den Nadeln, was ich schon lange stricken wollte: die Socke No 2 von Kerstin alias Stine & Stitch. Ich lernte ihren Blog im Januar anlässlich des ersten Monats der 12 Letters of Handmade Fashion-Aktion kennen und setzte ihn sofort auf meine Leseliste. Ihre Moodboards, ihre Designs und auch die anderen Beiträge finde ich immer wunderschön und vor allem sehr, sehr inspirierend! Schaut unbedingt mal auf ihrem Blog vorbei!

    Jetzt aber zur eigentlichen Socke! Gestrickt habe ich mit der Wolle Rödel Sport- und Strumpfwolle Classic. Als ich die Farbpalette im Laden sah, musste ich sofort an die Socke No 2 denken und so "überredete" die Wolle mich, endlich die Anleitung zu kaufen. Und wie bei allen meinen Socken habe ich mit einem 2,5-Nadelspiel gestrickt. 


    Die Anleitung enthält die Größen 36/37 bis 44/45 und erklärt Schritt für Schritt, wie man vom Schaft über die Ferse bis zur Spitze kommt, dabei wird die Bumerangferse noch einmal genau beschrieben. Wer noch weitere Infos dazu oder aber auch zur Bandspitze möchte, der findet zusätzlich auf Kerstins Blog noch entsprechende Tipps und Tricks.

    Bei der Ferse folgte ich Kerstins Angaben genau, aber die Bandspitze habe ich nach "Muttis Art" gestrickt - rein aus Gewohnheit, in die Anleitung habe ich da gar nicht mehr geguckt ;-). Meine fertigen Socken in Größe 36 passen mir perfekt, aber in der Tat habe ich festgestellt, dass das zweifarbige Stricken dazu führt, dass die Socken nicht so dehnbar sind wie andere. Trotzdem komme ich gut hinein und auch wieder raus. 


    Für mich waren die Socken auch eine gute Gelegenheit, das zweifarbige Stricken zu üben. Um ehrlich zu sein, habe ich zwischen zwei Techniken gewechselt. Meistens habe ich die zwei Fäden beim Farbwechsel hinter dem Strickstück verkreuzt, auch wenn das wohl sehr,  sehr umständlich ist, da man auch immer wieder die Wollknäuel entwirren muss...

    Ab und an habe ich versucht, Farbe Nummer 2 über den Mittelfinger laufen zu lassen, sodass ich nicht immer ab- und wieder ansetzen musste. Da ist wohl noch einiges an Übung gefragt, bis das richtig schön gleichmäßig klappt :-). Und meine leicht verkrümmte Handhaltung dabei hätte wohl so manche Profi-Strickerin zum Stirnrunzeln gebracht... Hihi. Eine dritte Hand wäre manchmal ganz praktisch :-). Hier zeige ich euch mal, wie das Ganze auf der Rückseite bei mir aussieht:


    Aber selbst meine umständliche Strickweise konnte meine Begeisterung beim Stricken nicht bremsen. Die wechselnden Muster haben so großen Spaß gemacht, dass das Stricken ganz flott ging und zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde (nicht wie bei Männersocken ohne Muster, bei denen man gefühlte Kilometer rechts, rechts und wieder rechts strickt...). Und die Farben machten richtig gute Laune!

    Der einzige klitzekleine Wermutstropfen kam ganz zum Schluss - die Fäden vernähen. Durch die Farbwechsel in den verschiedenen Abschnitten kann man dem nicht wirklich entgehen. Eigentlich mache ich das echt nicht gerne, aber in diesem Fall wog die Motivation, die Socken endlich zu tragen, zum Glück stärker  :-). 

    Wie trotzt ihr denn dem November-Grau? Mit bunter Wolle oder knalligen Stoffen? Einem besonderen Buch? Oder ganz viel Schokolade und Tee? Und weil das übrigens ganz alleine meine Socken sind, mache ich doch glatt zum ersten Mal bei RUMS mit :). 

    Ihr Lieben, macht es euch schön!
    Eure Bine


    Strickvorlage: Socke No 2 von Stine und Stitch via DaWanda
    Wolle: Wolle Rödel Sport- und Strumpfwolle Classic
                Hellgrün (16966)
                Naturweiß (16960)
                Orange (16970)
                Dunkelblau (16939)
                Gelb (16965)
    Nadelstärke: 2,5